TWAC #04: Müssen Menschen für Daten-Ordnung sorgen?

TWAC #04: Müssen Menschen für Daten-Ordnung sorgen?
Photo by Joshua Sortino / Unsplash

In dieser Woche habe ich mit großem Interesse den Newsletter von Ethan Mollick gelesen. Ich empfehle euch sehr, ihm zu folgen, denn ich finde, er ist einer der meinungsstärksten, bestinformiertesten und zudem nettesten und unterhaltsamsten KI-Denker unserer Zeit.

In seinem Newsletter spricht er über die sogenannte „Bitter Lesson. Die Idee dahinter ist folgende: Wir Menschen bemühen uns sehr, den Maschinen um uns herum „ordentliche Regeln” beizubringen. Schachcomputer lernen von uns die elegantesten und erfolgreichsten Schachzüge, und wir gehen davon aus, dass die künstlichen Spieler:innen, die mit diesem strukturierten, theoretischen Rüstzeug ausgestattet sind, selbstverständlich alle Partien dominieren werden. Es stellt sich jedoch heraus – das ist das Bittere daran –, dass, wenn genügend Rechenpower vorhanden ist, gleiche oder sogar bessere Ergebnisse erzielt werden, wenn man der KI einen (für uns) chaotischen Prozess überlässt.

Das erinnerte mich sehr an die E-Commerce-Branche, in der in schöner Regelmäßigkeit saubere Daten, strukturierte Prozesse und wohlüberlegte Architekturen gepredigt werden. Könnte es aber sein, dass sich diese Mühe auf Dauer nicht mehr lohnt und die KI selbst Wege findet, ein Verständnis selbst der verworrensten Datenhalden aufzubauen?

The Bitter Lesson versus The Garbage Can
Does process matter? We are about to find out.